Spiele und Machtspiele in der Vormoderne

23.-26.06.2015, Sommeruniversität, DHI Paris

Organisation: Prof. Dr. Jean-Marie Moeglin (Universität Paris-Sorbonne), Pascal Firges (Deutsches Historisches Institut Paris), Dr. Britta Kägler (Ludwig-Maximilians-Universität München), Dr. Caroline zum Kolk (Cour de France.fr), Dr. Vanina Kopp (Deutsches Historisches Institut Paris) 

Die Sommeruniversität 2015 am Deutschen Historischen Institut Paris beschäftigt sich epochenübergreifend mit »Spielen und Machtspielen in der Vormoderne«. Im Fokus stehen alle Aspekte von Geselligkeit in vormodernen höfischen Gesellschaften und die sie oft verdeckt begleitenden machtpolitischen Prozesse. Von besonderem Interesse ist dabei die Analyse von politischen Prozessen, die stattfanden, während der Hof jagte, spielte oder feierte. Dabei ist dieses Feld besonders aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive interessant, da Frauen und Männer wenn nicht gleichberechtigte, so doch gleich aktive Protagonisten der Geselligkeit und der dahinterliegenden Machtspiele sein konnten. Auch Nichtadelige konnten über Feste oder höfische Zeremonien Zugang zu Machtzentren erhalten und bei diesen »Freizeitaktivitäten« Netzwerke bilden sowie politische Einflussnahme üben. Die höfische Geselligkeit ermöglichte somit eigentlich ausgeschlossenen Akteuren die Teilhabe an politischen Prozessen. 

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