Prof. Dr. Johannes Paulmann hält den Vortrga: "Europas fluide Grenzen: Geschichte und Geographie im 19. Jahrhundert".
Europa ist kein räumlich eindeutiger Begriff. Im 19. Jahrhundert stritten die Geographen darüber, wo denn seine Grenzen verliefen, während Ingenieure und Bauarbeiter die Landschaften durchdrangen und neue Verbindungen innerhalb Europas und mit dem Rest der Welt schufen. Die europäische Geographie war somit wandelbar und zugleich eine kulturell konstruierte Vorstellung. Die unscharfen Grenzen lassen sich insbesondere an den Rändern des Kontinents erkennen. Daher analysiert der Vortrag die europäischen Meerengen, die in ökologischer, ökonomischer, politischer, sozialer und kultureller Hinsicht Kreuzungen, Kontaktzonen und Schnittstellen bildeten. Sie verbanden Europäer untereinander und mit nichteuropäischen Gesellschaften, trennten sie aber auch voneinander.
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