Auf den Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte vom 16.–18.11.2012, die dieses Jahr unter dem Motto »Nachbarschaften« stehen, organisiert das DHIP am 17.11.2012 zwei Podiumsdiskussionen zum Thema »Zwei Nachbarn, eine Geschichte. Deutsch-Französisches Geschichtsprojekt«. Deutsche und französische Historiker diskutieren mit den Autoren der »Deutsch-französischen Geschichte« den neuen Ansatz einer transnationalen Geschichte. Die vom DHIP initiierte Reihe erscheint sowohl auf Deutsch bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft als auch auf Französisch bei den Presses universitaires du Septentrion.
Zwei entscheidende Phasen der wechselvollen Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich werden in Weimar in den Blick genommen, die konfliktreiche Zeit zwischen 1870–1945 und die Zeit nach 1945.
»Konfliktvolle Nachbarschaften: Frankreich-Deutschland 1870–1945«
Dr. Mareike König (Paris), Dr. Elise Julien (Lille), Dr. Nicolas Beaupré (Clermont-Ferrand), Dr. Johann Chapoutot (Grenoble)
17. November 2012, 15 Uhr, Eckermann-Buchhandlung, Weimar
Der deutsch-französischen Versöhnung nach 1945 ging eine turbulente und ausgesprochen konflikthafte Nachbarschaft voraus. Nicht weniger als drei Kriege prägten die gemeinsame Geschichte seit 1870. Das Podium wirft nicht nur einen Blick auf diese Tiefpunkte deutsch-französischer Nachbarschaft, sondern auch auf die zahlreichen Versöhnungsversuche zwischen den Kriegen.
»Deutschland und Frankreich nach 1945 : Nachbarn – Verbündete – Freunde ?«
Prof. Dr. Corine Defrance (Paris), Eine Versöhnung in beiderseitigem Interesse? Prof. Dr. Ulrich Pfeil (Metz), Frankreich, Bundesrepublik, DDR – eine Ménage à trois?
PD Dr. Jörg Echternkamp (Halle), Militärische Zusammenarbeit als sicherheitspolitische Klammer? Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix (Paris), Architekten des europäischen Hauses?
Moderation: Dr. Stefan Martens (Paris)
17. November 2012, 17 Uhr, Eckermann-Buchhandlung, Weimar
Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. Ein Ereignis, das es zu feiern gilt, das aber auch dazu einlädt, noch einmal an den weiten, bisweilen auch schwierigen Weg zu erinnern, den Deutschland und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgelegt haben. Aus verfeindeten Nachbarn wurden Verbündete und Freunde, die heute im Zentrum des europäischen Einigungsprozesses stehen.



