Mediävistik und globale Geschichte

26.05.2015, Vortrag, DHI Warschau

Die Globalgeschichte, die als neue Richtung in den internationalen Geschichtswissenschaften auf die aktuelle Erfahrung der Globalisierung reagiert, wird überwiegend in der Neueren oder Zeitgeschichte betrieben. Verstanden als Geschichte weltweiter Vernetzungen und interkulturellen Austauschs ist ihr aber auch das mittelalterliche Jahrtausend zugänglich. Im Unterschied zur alten Weltgeschichte darf sie als ausgesprochen forschungsfreundlich gelten. Allerdings gab es zwischen ca. 500 und 1500 mehrere „Welten“, die nicht miteinander in Verbindung gestanden haben; aufgrund der Überlieferungslage eignet sich für globalhistorische Fragen besonders die trikontinentale Ökumene von Europa, (Nord-) Afrika u. Asien. Bis jetzt haben sich drei Forschungsfelder als ergiebig erwiesen: die Geschichte der Reichsbildungen, die der Migrationen und die des Fernhandels.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Michael Borgolte (Berlin) am DHI Warschau im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Dienstagsvorträge 2015".

Beginn: 18 Uhr

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